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Erst am 25.Juni 1723 als August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen dem
Bergingenieur Johann Gottfried Borlach den Auftrag erteilte, die Salzquellen im Lande zu untersuchen.
Borlach bemühte sich als erstes um den Standort Artern zunächst mit Bohrungen und
Schürf- schacht, um das feste Steinsalz zu gewinnen – erfolglos. Einbrechende Sole
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Johann Gottfried Borlach
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(salzhaltiges Wasser) ließ das aufwändige und kostspielige Vorhaben scheitern.
Am 10.11.1727 befahl August der Starke letztlich die Errichtung einer Saline. Schwarzburgischen Besitz
umging Borlach, indem er die Solezufuhr über den Solgraben nutze sowie eine hölzerne
Röhrenfahrt und das neue Salzwerk am entgegengesetzten Ortsrand unmittelbar am linken Unstrut-
ufer
erbauen ließ und gleichzeitig die günstigen Transportbedingungen mittels Lastenkähnen
schaffte. Über einen sogenannten Kunstturm wurde dabei von Wasserkraftanlagen die Quellsole ins erste
Gradierwerk angehoben.
Bis 1733 entstanden 5 Siedehäuser und 6 moderne Gradierwerke, wobei das imposan- teste eine Länge
von 196 Metern aufwies.
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Kunstturm
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Die Arterner Saline wurde neben Kösen und Dürrenberg zu einer der drei
größten Salinen Kursachsens.
Die von Borlach errichten Gradierwerke in Artern stellten als Dorngradierwerke eine der wichtigsten
Neuerungen im Salinewesen des 18. Jhd dar, wobei die Gradierung der Sole an der Luft über
widerstandsfähigen Schwarz- dorn (Schlehdorn) bis auf einen Salzgehalt von 22 Prozent voll
ausgeschöpft werden konnte. Die so gewonnene konzentrierte Sole wurde anschließend in den
Siedehäusern in 23 m² großen Pfannen der Siedehäuser eingedampft und letztendlich in warmen
Trockenböden getrocknet.
1731 experimentierte Borlach erstmals mit Kohlebefeuerung der Siedepfannen und stellte die Befeuerung bis 1740
zum größten Teil auf diese effektivere Methode um, mit der sich die doppelte Menge Salz in selber Zeit gewinnen
ließ. 1789 wurde dann ausschließlich mit Braunkohle aus dem 3 km entfernten Voigtstedt befeuert.
1740 ging die Leitung des Artener Salzwerkes in andere Hände über und Borlach wandte sich mit dem
Titel Bergrat geehrt anderen Projekten zu.
Quell-Literatur: "Die Artener Saline" vom Thomas Zunkel
» In Kriegszeiten
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