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Der Siebenjährige Krieg (1756-1763) gebot der Blüte der Arterne Saline Einhalt. Wegen
Truppeneinquartierungen, Plünderungen und dem Einzug vieler Salinenarbeiter musste die Salzproduktion
zeitweise völlig eingestellt werden. Erst nach 1770 erholte sich die Saline von den Folgen des
Krieges.
1774 wird in den Ratsakten der Stadt das Brunnenfest als "der öffentliche Aufzug der
Salzwerksleute mit Musik" erstmalig erwähnt.
1780 unter der Direktion von Leopold von Beust kamen 3 neue Siedehäuser hinzu.
Heinrich Ulrich Erasmus von Hardenberg, der Vater des bedeutendenden frühromantischen Prosadichters
Novalis (Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg) übernahm von 1784 bis 1814 die Leitung der drei
sächsischen Salinen. Unter seiner Regie wurde das Radewerk erbaut - ein Holzgestänge, das die
Wasserkraft vom Kunstturm bis zum Gradierwerk übertrug. Ebenso entstand 1794/95 unter dessen Leitung
ein neues 200 Meter langes und damit nunmehr größtes Gradierwerk in der Arterner Saline. Auch
Novalis selbst weilte um die Jahrtausendwende für ein halbes Jahr als Salinenassessor in Artern, bevor
er ein Jahr später an Lungenschwindsucht verstarb.
Während der Befreiungskriege gegen die Napoleonische Fremdherrschaft rückten am 10.10.1813 Teile eines
russischen Streit-Korps in Artern ein und verlangten 1.500 Taler Kontribution von der Salinenverwaltung,
anderenfalls
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10.10.1813 - Russische Kavallerie auf dem Arterner Marktplatz
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drohte man mit Verbrennung des Salzwerkes. Mit 400 Talern begnügte sich Obrist von Chrapowitzky und zog seine Soldaten ab. Im Friedensvertrag mit Preußen verlor Sachsen 1815 mehr als die Hälfte seines Territoriums, wodurch die Salinen Artern, Kösen und Dürrenberg in preußischen Besitz gelangten.
Quell-Literatur: "Die Artener Saline" vom Thomas Zunkel
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