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Steckbrief:
Dieser einjährige, stammsukkulente (dickfleischig) Halophyt (Salzpflanze) wird zwischen 5 und 40 cm
hoch. Der Queller blüht von August bis September, und die äußerst unscheinbaren
Blüten stehen senkrecht hinter den kleinen Schuppen. Der Stengel, der je nach Unterart mehr oder
weniger verzweigt sein kann, ist dickfleischig-glasig und blattlos (wenn man von kleinen Schuppen am
Stengel absieht). Die Pflanze ist knotig gegliedert, und besitzt eine grüne, schmutzig-rötliche
oder grüngelbe Färbung. Die Früchte dieser Pflanze sind Kapseln, die vom schwammigen,
sackförmigen Perigon (Blütenhülle) eingehüllt sind.
Vorkommen:
Der Gewöhnliche Queller kommt besonders an flachen Küsten der Nord- und Ostsee auf Schlickwatt
in Massenbeständen vor. Er bevorzugt meist schlickigen, aber auch salzigen Sandboden.
Verwendung:
Früher wurde der Queller der Glasmasse zur Herabsetzung des Schmelzpunktes beigesetzt (daher auch der
Name "Glasschmalz"). Die Pflanze kann zur Salzgewinnung und auch als Gemüse genutzt werden.
Salicornia europaea wird vielfach auch zum Auffangen von Schlick und damit als Verlandungsförderer
großflächig angepflanzt.
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Wissenswertes:
Salicornia europaea ist eine ausgesprochene Salzpflanze – sie erträgt den höchsten Salzgehalt von
allen Blütenpflanzen. Die Sukkulenz ist hier die Folge der Plasmaquellung durch Kochsalz, dient also
nicht wie sonst zur Wasserspeicherung. Die Asche von Salicornia europaea enthält 75% Kochsalz, 10% Kalium, Jod, Brom usw.. Der Queller kann aber
auch stundenlang sehr trocken stehen und starke Sonnenbestrahlung ertragen.
Quelle: Werner Rothmaler: Exkursionsflora von Deutschland, Gefäßpfl. Atlasband 3; Gustav
Fischer Verl. Jena, 1995
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