Johann Gottfried Borlach 1687 - 1768 alte Saline in Artern » Gästebuch                

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Gewöhnlicher Queller (Salicornia europaea) Gattung Gänsefußgewächse
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  Steckbrief:
Dieser einjährige, stammsukkulente (dickfleischig) Halophyt (Salzpflanze) wird zwischen 5 und 40 cm hoch. Der Queller blüht von August bis September, und die äußerst unscheinbaren Blüten stehen senkrecht hinter den kleinen Schuppen. Der Stengel, der je nach Unterart mehr oder weniger verzweigt sein kann, ist dickfleischig-glasig und blattlos (wenn man von kleinen Schuppen am Stengel absieht). Die Pflanze ist knotig gegliedert, und besitzt eine grüne, schmutzig-rötliche oder grüngelbe Färbung. Die Früchte dieser Pflanze sind Kapseln, die vom schwammigen, sackförmigen Perigon (Blütenhülle) eingehüllt sind.
Vorkommen:
Der Gewöhnliche Queller kommt besonders an flachen Küsten der Nord- und Ostsee auf Schlickwatt in Massenbeständen vor. Er bevorzugt meist schlickigen, aber auch salzigen Sandboden.
Verwendung:
Früher wurde der Queller der Glasmasse zur Herabsetzung des Schmelzpunktes beigesetzt (daher auch der Name "Glasschmalz"). Die Pflanze kann zur Salzgewinnung und auch als Gemüse genutzt werden. Salicornia europaea wird vielfach auch zum Auffangen von Schlick und damit als Verlandungsförderer großflächig angepflanzt.
  Wissenswertes:
Salicornia europaea ist eine ausgesprochene Salzpflanze – sie erträgt den höchsten Salzgehalt von allen Blütenpflanzen. Die Sukkulenz ist hier die Folge der Plasmaquellung durch Kochsalz, dient also nicht wie sonst zur Wasserspeicherung. Die Asche von Salicornia europaea enthält 75% Kochsalz, 10% Kalium, Jod, Brom usw.. Der Queller kann aber auch stundenlang sehr trocken stehen und starke Sonnenbestrahlung ertragen.
Quelle: Werner Rothmaler: Exkursionsflora von Deutschland, Gefäßpfl. Atlasband 3; Gustav Fischer Verl. Jena, 1995